Europäer aller Länder vereinigt Euch!

1000385_10201011176868882_766303717_nWie selten zuvor in der jüngeren Geschichte steht Europa dieser Tage vor einer großen Probe der Einigkeit. Die Ereignisse der letzten Monate haben erwiesen, wie unumgänglich die geschlossene Zusammenarbeit zur Überwindung unserer Probleme ist.

Nur die überparteiliche und zwischenstaatliche Mitarbeit kann ein zuverlässiger Garant für Frieden und Freiheit sein. Immer wieder jedoch ist zu beobachten, dass Skepsis und Zweifel gegenüber den europäischen Instititutionen die Meinungen von vielen EU-Bürgern aber auch von Regierungen einiger Mitgliedstaaten prägen.

Die internationale Finanzkrise, die auch unsere Schwächen zum Vorschein gebracht hat, vergegenwärtigt uns, dass das Projekt eines vereinten Europas noch nicht vor seiner Vollendung steht. Fragen und Zuweisungen von Verantwortung sind dabei wohl einzig zum Zwecke der konstruktiven Selbstbetrachtung der europäischen Akteure tunlich. Wir dürfen nicht voreilig mit dem Zeigefinger auf Staaten deuten, deren Verhalten als Wurzel der Krise erachtet werden.

Wir müssen nun unserer Veranwortung gerecht werden und uns der großen Aufgabe annehmen, derer wir uns konfrontiert sehen.

Gleichwohl ist aber schon festzustellen, dass wir den richtigen Weg beschreiten, um unsere Finanzen in Ordnung zu bringen. Nur bei der zielstrebigen Verfolgung diesen Weges können wir mit Hoffnung in die Zukunft blicken. Nur dann sind die Sorgen und Ängste unserer Bürger unbegründet. Wir brauchen die Solidarität von allen, von Regierung zu Regierung, von Mensch zu Mensch.

Der Integrationsprozess von Europa wurde noch nicht abgeschlossen. Noch immer gehören Staaten in Europa noch nicht zu unserer EU-Familie. Wir sollten die positiven demokratischen Änderungen und Entwicklungen in den jeweiligen Bevölkerungen unterstützen. Das Eintreten und Werben für unsere gemeinsamen Werte und Errungenschaften muss unsere Aufgabe sein, die keinesfalls einer unumsichtigen Verschlossenheit weichen darf. Jeder Staat in Europa muss die Möglichkeit und die Hoffnung haben, ein vollberechtigtes Mitglied der Europäschen Union zu werden. Die Kooperation insbesondere mit den Ländern Osteuropas, auf dem Balkan und im Mittelmeerraum ist für mich ein vorrangiges Ziel.

Im 21. Jahrhundert muss Europa seine Stimme in anderen Weltregionen verstärken. Denn nur wenn Europa konsequent mit einer Stimme in der Welt spricht, können wir als nicht nur wirtschaftlich sondern auch politisch gleichberechtigter Partner neben den Vereinigten Staaten und China auftreten. Unsere Aufgabe ist das Eintreten für Demokratie, Menschenrechte und Wohlstand. Nie dürfen wir die Menschen vergessen, die sich der Teilhabe dieser Werte nicht erfreuen können.

Schließlich dürfen wir nicht unsere Nachkommen vergessen. Die Welt, zu deren politischen Gestaltung wir jetzt die Möglichkeit haben, wird die Welt unserer Kinder sein. Angesichts unserer Verantwortung für die Zukunft müssen wir uns zu Nachhaltigkeit und den Begrenzungen der Folgen des Klimawandels bekennen. Europa braucht eine zielstrebige gemeinsame umweltfreundliche Energie-Politik.

Liebe  Europäerinnen und Europäer,

bevor diese Ziele erreicht sind, ist ein weiter Weg zu beschreiten. Dennoch ist ein starkes Europa die Grundlage unseres Wohlstands und unserer Freiheit. Wir alle tragen die Verantwortung, zusammenzuarbeiten für ein vereintes Europa. Wir alle brauchen Europa und Europa braucht uns.

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